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Projekte - ICAP - Über

Über

ICAP–International Center for African Perspectives ist 1986 als ein österreichisches, außeruniversitäres, interdisziplinäres, wissenschaftliches Forschungsinstitut gegründet worden. Das ICAP entwickelt integrative und regionale Konzepte, um Afrika in Bezug auf Gesellschaft, Wirtschaft und Politik dialogfähiger zu machen. Mittels politischer Bildung will das Institut Menschen afrikanischer Herkunft in Österreich dabei unterstützen, auf die Politiken ihrer Herkunftsländer zu reflektieren. Über Medienprojekte mit inhaltlicher Schwerpunktsetzung auf Afrika-Politik - Institutionen, Wahlen, Demokratie, Gesellschaftspolitik, Internationale Entwicklung, globale Wirtschaftspartnerschaften -, Europäische Integration und tagesaktuelle Österreich-Politik aus afrikanischer Perspektive werden die österreichische Mehrheitsbevölkung und Menschen afrikanischer Abstammung in Österreich in den Dialog eingebunden.

Die aktuelle Migration aus dem Süden und die damit verbundenen Tragödien des Ertrinkens, der Folter und des Todes gehören zu den drängenden Problemen unserer Zeit, weil sie bestehende Systeme und Werte durcheinander bringen.
Der afrikanische Mensch muss von der historisch indoktrinierten Vorstellung wegkommen, dass man ein gutes und erfolgreiches Leben nur woanders - in Europa - haben kann. Daher müssen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Menschen in den eigenen Kontinent (Afrika) investieren, in die Infrastruktur, in lokaln Innovationen und in die afrikanische Gesellschaft.
Da die Migration eine Hürde für die gesamte EU-Struktur geworden ist, spaltet und schwächt sie den europäischen Integrationsprozess. So gesehen ist die europäische Integration nicht nur ein ExpertInnenanliegen in Brüssel oder eine Intergouvernemental-Last für Staats- und Regierungschefs im Europarat, sondern europäische BürgerInnen sind als Zivilgesellschaft aufgerufen, sich am Dialog zu beteiligen, weil sie Betroffene sind.

 

  • Politische Repräsentanz

Die afrikanischen Jugendlichen stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit, weil sie zur lebensbedrohlichen Reise über das Mittelmeer aufbrechen. Laut Weltbank werden von der rasant anwachsenden Bevölkerung in Subsahara-Afrika im Jahr 2050 über 70 %, rund 1,8 Milliarden, jünger als 35 Jahre sein. Beim EU-Afrika-Summit im Nov 2017 in Abidjan wurde verlautbart, dass heute bereits 60 % der Bevölkerung Afrikas jünger als 25 Jahre alt sind. Der Altersdurchschnitt der afrikanischen Präsidenten auf dem Gipfel lag hingegen bei 78 Jahren.  Die Frage der politischen Repräsentanz und adäquaten Regierungssysteme wird in Afrika immer drängender. 

 

  • Immigrationsdruck

Heute sind sich alle einig, dass Europa das Problem der Immigration nur in den Griff bekommen wird, wenn alle an einem Strang ziehen. Solange dies nicht getan wird, bleibt die Konstante des Migrationsdrucks bestehen. Viele Menschen in Europa haben das Gefühl, infolge der wirtschaftlichen Verflechtungen immer mehr zu verlieren. Sie glauben, dass ihnen ihre eigenen Länder durch den Migrationsdruck nicht mehr gehören, dass sie von realitätsfernen Bürokraten beherrscht werden, dass ihre Identität durch Einwanderer/innen aus aller Welt bedroht wird, durch Fremde, vor allem Afrikaner. Dies verursacht eine latente Krise, welche die Europäer in eine Renaissance eines nationalen Protektionismus führt.

 

  • Historizität und Vulnerabilität

Ursprünglich bezeichnete das Wort “Neger” ein Objekt, das verkauft werden kann. “Neger” war ein Wort für eine Ware, ein Synonym für die Unterdrückten dieser Erde. Selbst die sogenannten Lumpenproletarier könnten noch die Hoffnung haben, im System der Ausbeutung aufzusteigen. Hier sprechen wir von Menschen, die zu Nichtmenschen degradiert wurden. Der heutige Kapitalismus braucht sie auch nicht mehr, gerade noch als Konsument/innen. Die Figur des “Negers” wird gleichsam auf die gesamte subalterne Menschheit ausgeweitet. Es gibt immer einen “Neger” und überall herrscht die Furcht, ein “Neger” zu werden. Auch Flüchtlinge und Migranten fallen unter diese Kategorie. Um die notwendige Korrektur dieser etablierten Denkdoktrin und des schlechten Images über Afrika und die Afrikaner/innen durchzuführen, ist angesichts der gigantischen Landmassen und der enormen Ressourcen, die dieser Kontinent hat, eine langfristige Kampagne in verschiedenen Weltsprachen durchzuführen (interkultureller Dialog und Polylog).

 

  • Afrikanische Abgesandte

Die meisten Botschafter in Österreich pflegen in ihren Funktionen meist wenig direkte Beziehungen zur Bevölkerung, weder zu jener, die sie vertreten, noch zur Bevölkerung des Empfängerlandes. Ein Gegenbeispiel ist Frankreich, wo sich Botschafter afrikanischer Länder zu aktuellen Problemen äußern. Um vom Kulturkampf zur kulturellen Neugierde zu gelangen und eine Demystifizierung von Europa und Afrika zu erreichen, bedarf es auch der diplomatischen VertreterInnen als qualifizierte und kompetente DialogpartnerInnen. Als BotschafterInnen können sie das offizielle Afrika erklären und die Probleme der Massenmigration aus Sicht afrikanischer EntscheidungsträgerInnen erläutern.

  • NGOs

NGOs der aktivste Teil der Zivilgesellschaft sind zählt das Institut stets auf ihre Erfahrungen in Bezug auf Europa und Afrika. Die Sichtbarmachung der Arbeit und Tätigkeitsfelder von NGOs soll auch das Interesse der Mehrheitsbevölkerung für zivilgesellschaftliches Engagement und Initiativen wecken.

 

Gegründung und Konzept: Dr. Di-Tutu Bukasa

Vorstand:
Obfrau (seit): Madge Gill Bukasa
Obfrau-Stellvertreter (seit): Mag. Sintayehu Tsehay
Kassier-Stellvertreter: Cyril Chima Ozoekwe

Kassier-Stellvertreter (seit 2020): Temitope Olandunjoye
Schriftführer: Ruud van Weerdenburg
Schriftführer-Stellvertreter: Gilbert Moyen

Humus der Liebe - das bin ich dir schuldig

Der Denationalisierung von Finanz- und Wirtschaftspolitik steht keine angemessene Sozialpolitik gegenüber. Gemäß den Publikationen  von Dr. Ditutu Bu ...

The Global Player

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GAP - „Gemeinnützigkeit und Anteilsscheine statt Prekariat“

Close The GAP!

Wer in Armut lebt, lebt nicht in Würde! Das Projekt wird ZeitungsverkäuferInnen bei akuten Anforderungen (Rechnungen, Schule der Kinder) und in schweren Zeiten (Gesundheitsprobleme, Geriatrie) unterstützen. Projektstart: Herbst 2020